Stufe I der Kategorien der berechtigten Vorbehalte nimmt sich der Prüfer normalerweise zuerst vor, da diese am ehesten geeignet ist, um die Beziehungen zwischen den jeweiligen Entitäten eindeutig zu identifizieren; anschließend erst wird den Vorbehalten aus Stufe II und III Beachtung geschenkt.
Die größte Sorge bereitet dem Prüfer das Fehlen der Klarheit des kausalen Zusammenhangs in einem Logikdiagramm. Die Klarheit beschreibt hier die klare Definition der verwendeten Worte sowie die Bedeutung diverser Akronyme, Phrasen, Wortsequenzen und der Interpunktion. Die geläufigsten Vorbehalte gegenüber Klarheit (engl. clarity reservation) sind das Verwenden bereits benutzter Akronmye und eine zu kurze Beschreibung (bspw. Satzfragmente, die wahllos Subjekte oder Verben aneinanderreihen). Eine einmal festgelegte Defintion sollte in sämtlichen Diagrammen durchgehend verwendet werden, um zu gewährleisten, dass eine aussagekräftige Interpretation/ Analyse möglich ist. Auch auf der verbalen Kommunikationsebene sollte fortwährend diese festgelegte Definition benutzt werden.
Ein Beispiel für mögliche (Fehl-)Interpretationen bietet ein englischer Satz, der auf 22 unterschiedliche Arten interpretiert werden kann:
There is a little pretty girls' school!
- Is this an pretty school for girls? (Handelt es sich um eine hübsche Schule für Mädchen?)
- Is this a school for pretty girls? (Handelt es sich um eine Schule für hübsche Mädchen?)
- Is it a little school for [older] girls? (Handelt es sich um eine kleine Schule für [ältere] Mädchen?)
- Is it a school for little girls? (Handelt es sich um eine Schule für kleine Mädchen?)
- Is it the school of one particular pretty little girl? (Handelt es sich um eine Schule für ein bestimmtes hübsches, kleines Mädchen?)
Siehe auch:
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