Eine Kollegin konnte von folgender Erfahrung, die sie während eines Hotelaufenthaltes im Schwäbischen machen durfte, berichten:
"Am Morgen ging ich zum Frühstücksbuffet. Was sich so Buffet nannte! Ausser ein paar trockenen Scheiben Brot und ebenso gut abgelagerten Scheiben Käse war nicht viel da. Dementsprechend war die Stimmung im Frühstücksaal - um mich herum hungrige, frustrierte Gesichter vor beinahe leeren Tellern. Bis ein junger Mann der Marke "Was-kostet-die-Welt-ich-kauf-sie" den Saal betrat. Er warf keinen Blick auf das angebliche Buffet, sondern begab sich gleich in die Küche. Dort orderte er nacheinander frisches Brot und Brötchen, Käse, Wurst, Eier - pochiert, Rührei, gekocht - … Das Interessante war, dass er stets genau das erhielt, was er bestellte - nicht mehr und nicht weniger. Insgeheim wartete ich darauf, dass er 5,3 Gramm echten Beluga-Kaviar bestellen würde - er tat es nicht, aber er hätte garantiert auch den erhalten, 5,3 Gramm, nicht 5,2, nicht 5,4 …"
Die Frage stellt sich: Handelt es sich hier um eine spezielle (schwäbische?) Vorstellung von Service, oder hat das "Make-to-order" Prinzip in diesem Hotel Anwendung gefunden? Sollte ich in diesem Hotel einmal absteigen, werde ich fragen.