Uwe Techt knüpfte mit seinem Vortrag dort an, wo Manfred Blachfellner seinen Vortrag beendet hatte: TOC und nachhaltiges, unternehmerisches Handeln.
Seiner Meinung nach ist jedes Unternehmen mit drei Herausforderungen konfrontiert:
1.Unternehmerische Nachhaltigkeit 2.Innovationszwang 3.Nachhaltigkeit in Hinblick auf Umwelt und Gesellschaft
Die zentralen Fragen lauteten nun: Wie sollen diese drei Herausforderungen gemeistert werden, wenn es schon schwierig ist, die gegenwärtigen Zustände zu erhalten? Reicht die Kapazität überhaupt aus, um alle drei Herausforderungen zu berücksichtigen? Sind alle drei Punkte überhaupt gleichzeitig möglich?
Eine Hilfestellung zum Meistern der Herausforderungen böte die TOC.
Als Ziel eines jeden Unternehmens bezeichnete Uwe Techt ein gesundes, zunehmendes Wachstum. Das sei nur möglich, wenn der Durchsatz ebenfalls sehr schnell anwachse. Es bedürfe daher einer besseren Nutzung der Ressourcen in der Welt und im Unternehmen, vor allem aber eine bessere Nutzung des Managements als Ressource.
Um das wiederum zu erfüllen, müsse das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil aufbauen, um Geld zu verdienen. Dabei sollten Ressourcen nicht überbeansprucht und keine Risiken eingegangen werden.
Schnell stellte Herr Techt jedoch fest, dass die Ressourcen nicht ausreichen können, um alles gleichzeitig zu tun. Eine Sequenz oder Schrittfolge sei also nötig und das führe direktzu CCPM.
Der Nutzen daraus läge auf der Hand: Die erhöhte Liefertreue könne an den Markt verkauft werden und die bewusstere Nutzung der Kapazitäten führe zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Ergebnisse.
Beim Vertrieb wies er auf die Gefahr des „Overpacing“ hin: Will der Vertrieb zu viel, ist das erarbeitete Vertrauen derKunden sehr schnell eingebüßt und nur sehr langsam wiederherzustellen.
Wie kann man also den Vorteil aufrechterhalten? Eine vorausschauende Steuerung der Auslastung sei hierfür unabdingbar. Lieber solle man auf einen Auftrag verzichten als einen Vertrauensverlust bei einem Kunden zu riskieren.
Durch eine behutsame Erweiterung der Kapazitäten und eine durchdachte Bestimmung der benötigten Ressourcen erreiche man, dass die Betriebskosten langsamer als der Durchsatz stiegen.
Durch diese schrittweise Steigerung der Kapazitäten sei nun auch das Fundament für Innovation und Nachhaltigkeit gelegt, die nuneines nach dem anderen angegangen werden könnten.