Home
toc4u.info
Wissen/Glossar
Netzwerk
Veranstaltungen
Veröffentlichungen
Newsletter
Archiv
Kontakt
Impressum


TOC4U-Netzwerktagung am 20.11.2010 In Frankfurt - Teil 1

Am 20.11.2010 fand im Tryp Hotel Frankfurt das 10. Treffen der deutschsprachigen TOC-Experten, -Anwender und -Interessenten statt. Die Veranstaltung wurde erstmals in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Critical Chain Projektmanagement der GPM durchgeführt. Führungskräfte aus Vertrieb, Projektmanagement und Produktion berichteten über ihre Erfolge, aber auch durchaus kritisch über Schwierigkeiten bei der Implementierung.

TOC in Sales - Bart van Groningen - Jokey Plastik GmbH

Das Buch “The Cash Machine” war für Bart van Groningen der Auslöser, den Verkauf nicht mehr als “Kunstform” zu behandeln, sondern als stabilen Prozess aufzufassen. Mittels eines individuell entwickelten ERP-Systems erfolgte die Umstellung. Was hat sich dadurch geändert? Leads werden nun im System gesammelt und bewertet, die Verweildauer in jeder Verkaufsphase gemessen, Kennzahlen ausgewertet und Boni berechnet. Außerdem ist nun eine Customer Service Abteilung für alle Bestandskunden zuständig. Das Ergebnis war und ist, dass die Verkäufer deutlich mehr Zeit für Kundengespräche haben und dadurch auch deutlich effektiver arbeiten. Für Messeauftritte hat Jokey ein Team aus Mitgliedern aus jeder Abteilung, damit auch spezifische Kundenanfragen beantwortet werden und auf Musteranfragen usw. sofort reagiert werden kann. Das Unternehmen führte neue Kennzahlen ein: HitRate (Wenn Lead nicht zu Kunden wird, muss ein Grund angegeben werden) oder Verweildauer der Leads in jeder Verkaufsphase. Das Bonussystem wurde auf andere Kennzahlen ausgerichtet: Langfristigkeit der Kundenbeziehungen, Absatzvolumen (Vorgabe abhängig von Markt, Bereich, Situation) und einem Kreativitätsbonus. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Jeder im Verkauf weiß jetzt, was er zu tun hat und die Hit Rate jedes Verkäufers hat sich mindestens verdoppelt!

Dem Engpass auf der Spur: Von der EKS nach TOC – Jan Schriever, GF der Hans Schriever GmbH & Co KG

Jan Schriever veranschaulichte in seinem Vortrag den Wandel, der im Unternehmen Hans Schriever GmbH & Co. KG durch die Theory of Constraints Einzug gehalten hat. Angefangen hat alles mit der EKS (Engpasskonzentrierte Strategie): Schriever konzentrierte sich auf Stärken seines Unternehmens und wies Spezialgebiete aus. Eine erste Zielgruppenanalyse führte jedoch nicht auf den richtigen Weg, allerdings war die zweite dann ein voller Erfolg. Der Verkauf war begeistert, aber nach kurzer Zeit war die Produktion überlastet.

Die Produktion musste nun für die neue Zielgruppe viele kleine Aufträge produzieren. Die Norm war jetzt: 2h rüsten, 1h Produzieren, Pause, 2h Rüsten, 1h Produzieren. Das Produktionsmanagement geriet schnell in Panik, weil die Stückzahlen (Kennzahl) stark sanken. Der Versuch entgegenzuwirken, indem alle noch nicht aktuellen Aufträge in die Produktion geschickt wurden, führte dazu, dass das Rohstofflager bald leer, das Fertiglager aber voll mit nicht benötigten Produkten war.

Jan Schriever erinnerte sich in dieser Zeit an das Buch „Das Ziel“ von Dr. Eli Goldratt und besprach dieses mit dem seinen Führungskräften, um gemeinsame Lösungen für die aktuellen Probleme zu entwickeln. Wider Erwarten stellte sich heraus, dass der Engpass nicht in der Presserei, sondern in der Materialverfügbarkeit war. Nach dieser Erkenntnis durften nur noch Aufträge, die innerhalb der nächsten 6 Wochen geliefert werden sollten, produziert werden. Das Materiallager wurde vergrößert, das Fertiglager verkleinert.

„Poolen“ von ähnlichen Aufträgen für kürzere Rüstzeiten wurde verboten, Maschinengruppen bekamen die Autorität, Prioritäten nach Tagessituation und Verfügbarkeit der Ressourcen zu ändern.

Des Weiteren wurde die Kostenrechnung abgeschafft: Bisher wurden die neuen, teuren, schnellen Maschinen nicht verwendet, weil sie einen höheren „Stundensatz“ hatten und stattdessen wurde auf drei alten Maschinen produziert. Das änderte sich nun.

Den Hebel zum erfolgreichen Unternehmen sieht Jan Schriever im Durchsatz. Aufträge müssen die Organisation schneller durchlaufen – angefangen über die Auftragsbearbeitung in der Verwaltung über die Rüstzeiten bis hin zur Fertigungszeit.

Fortsetzung folgt

(Autorin: Hannah Nowak)

Posted from Thomas Ofenloch, 26.11.2010 16:57
Critical Chain Projektmanagement

Alle Einträge

Neueste Einträge(Alle)



Nächste Termine(mehr ...)


Sponsoren


Bookmarks

Bei Blinklist verlinken Bei del.icio.us verlinken Bei Digg verlinken Bei Folkd verlinken Bei Furl verlinken Bei Google-Bookmarks verlinken Bei Linkarena verlinken Bei Lycos IQ verlinken Bei Mister Wong verlinken Bei Oneview verlinken Bei Reddit verlinken Bei Spurl verlinken Bei StumbleUpon verlinken Bei Technorati verlinken Bei Webnews verlinken Bei Windows-Live verlinken Bei My Yahoo verlinken Bei Yigg verlinken




www.toc4u.de