Auszug aus "Goldratt und die Theory of Constraints" von Uwe Techt.
Die Methoden effektiven Denkens
Die ToC-Methoden, die die „Gesundheit“ eines Unternehmens verbessern (oder andere Probleme lösen) sollen, sind mit einer ärztlichen Behandlung fast identisch; nur die Terminologie ist anders. Der Prozess beginnt mit den Symptomen und endet mit einem detaillierten Aktionsplan, der die Aktivitäten aller Beteiligten koordiniert.
Was soll geändert werden?
Aus einer Liste von Symptomen (den UE’s – Unerwünschten Effekten) wird anhand des Ursache-Wirkungs-Prinzips die zugrunde liegende gemeinsame Ursache, das Kernproblem für alle Symptome, identifiziert.
Das Kernproblem ist immer ein ungelöster Konflikt, der die Organisation lähmt oder durch ein ständiges Hin-und-Her (Management gegen Markt, kurzfristig gegen langfristig, zentralisiert gegen dezentralisiert, Prozess gegen Ergebnis) ablenkt.
Weil die Auswirkungen solcher Kernkonflikte verheerend sind, wenden Organisationen üblicherweise Taktiken, Maßnahmen und Handlungsweisen an, um solche negativen Auswirkungen einzudämmen („Wundpflaster“ genannt). Dieses „Pflaster“ muss ebenfalls entfernt, modifiziert oder ersetzt werden, wenn der Kernkonflikt behandelt wird.
Die ToC-Tools für die Analyse sind:
Tool 1: Dilemma-Wolke
Beschreiben Sie das Kernproblem, das die unerwünschten Effekte verursacht. „Einerseits muss ich … Andererseits muss ich …“
Tool 2: Gegenwartsbaum
Erstellen Sie einen „Gegenwartsbaum“, der zeigt, wie das Kernproblem die unerwünschten Effekte erzeugt und hilft, die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zu verstehen.