Auszug aus "Goldratt und die Theory of Constraints" von Uwe Techt.
Eine Analogie: Der Arztbesuch
Die Theory of Constraints basiert auf dem Ursache-Wirkungs-Prinzip, das in den Naturwissenschaften eingesetzt wird, um Systeme zu verstehen und zu verbessern. Die Methode, die ein Arzt anwendet, um einen Patienten zu behandeln, entspricht sehr gut dem Prozess, den die ToC empfiehlt, um Systemprobleme zu lösen:
Diagnose
Ein guter Arzt weiß, wie sinnlos es ist, allgemeine Symptome zu behandeln. Deshalb beginnt er mit der Zusammenstellung einer Liste von wahrnehmbaren Symptomen und verwendet das Ursache-Wirkungs-Prinzip, um die zugrunde liegende gemeinsame Ursache für die „Krankheit“ – also das Kernproblem, zu finden.
Behandlungskonzept
Unter Berücksichtigung der Einzigartigkeit des Patienten konzipiert der Arzt die Behandlung der Krankheit (z.B. Operation). Zusätzlich plant er weiterführende Maßnahmen ein, um sicherzustellen, dass die Behandlung erfolgreich ist (z.B. Bettruhe und Medikamente) und dass der Patient bestmöglich geheilt wird (z.B. Physiotherapie). In diesem Prozess werden mögliche Nebenwirkungen der Behandlung identifiziert. Prävention oder Linderung dieser Nebenwirkungen werden wichtige Bestandteile im Behandlungskonzept.
Durchführung der Behandlung
Nun erstellt der Arzt einen Plan zur Umsetzung der Behandlung (z.B. werden die Operation und die Vorbereitung dafür zeitlich festgelegt, der Transport zum und vom Krankenhaus wird geregelt, Krankenhausbett, das daheim verwendet werden soll, wird organisiert, Kostenplan mit der Kasse abgestimmt).